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Cantuccini / Biscotti di Prato

Due to a laryngitis I’m at home, I can hardly speak (bad for job), but I can run around (good for home), so I spent this morning making some of my favourite cookies: Cantuccini or Biscotti di Prato. I think it’s the same, they taste and look like Italian Cantuccini bought at a gourmet-shop, but in the old-school Italian Cookbook (late 70s?) I got the recipe from they’re called Biscotti di Prato, Italians and Foodies out there correct me, please. This is how I make them: 

I roast 200gr blanched almonds in a pan. Then I beat 3 egg-whites with a pinch of salt and set it aside. The egg-yolks are beaten up with 250 gr sugar, I replace about a third with light brown sugar and I use quite a lot of vanilla-sugar, too. Then I add the ground skin of a lemon and the almonds. Slowly and carefully I mix in the beaten egg-whites and afterwards 400 gr. flour and about a teaspoon of baking-powder. I preheat the oven to appr. 175°C. The dough has to be rolled into two baguette-like stick-thingies (that’s the only difficult part, because there are always almonds falling off) and comes into the oven for about 30 - 45 minutes. I usually forget to look at the watch but look how the sticklike thingies look like (lots of look in one sentence…). After getting them out of the oven I immediately cut them into pieces (later it’s impossible, too hard to cut) and enjoy the smell in my kitchen…:-))

Aufgrund einer Stimmbandentzündung bin ich zu Hause, ich kann kaum sprechen (schlecht für’n Job) aber herumlaufen (gut für Zuhause), also habe ich diesen Morgen einige meiner Lieblingskekse gebacken: Cantuccini oder Biscotti di Prato. I glaube, dass es dasselbe ist, sie schmecken und sehen aus wie Cantuccini aus dem Feinkostladen, aber in dem altmodischen Italienischen Kochbuch (Spät-70-er?) aus dem das Rezept stammt werden sie Biscotti di Prato genannt, Italiener und Essexperten korrigiert mich bitte. So mache ich sie: 

Ich röste 200 gr blanchierte Mandeln in der Pfanne. Dann schlage ich 3 Eiweiß mit einer Prise Salz auf und stell’s erstmal zur Seite. Die 3 Eigelb werden mit 250 gr Zucker verrührt, ich ersetze einen Teil mit braunem Zucker und benutze viel Vanillezucker. Danach reibe ich die Schale von einer Zitrone und füge sie mit den Mandeln der Masse zu. Langsam und vorsichtig mische ich nun das steife Eiweiß darunter und rühre dann auch noch 400 gr Mehl und ca. 1 Teelöffel Backpulver darein. Der Ofen wird auf ca. 175 °C vorgeheizt. Jetzt rolle ich den Teig in zwei Baguette-artige Teigrollen (der schwierigste Teil, weil immer Mandeln rausfallen) die für 30 - 45 Minuten gebacken werden. Ich vergesse leider meist nach der Uhr zu sehen, deshalb gehe ich nach Bräunungsgrad und Dicke… Gleich nachdem ich die Rollen aus dem Ofen hole schneide ich sie in Stücke (später ist’s unmöglich, zu hart zum schneiden) und genieße den Duft in meiner Küche…:-))

Rhubarb cake / Rhabarberkuchen

This is the recipe for my favourite rhubarb-cake:

dough: 175 gr butter, unsalted, 150 gr sugar, vanilla-sugar or -essence, a pinch of salt, 3 egg-yolks, 250 gr flour, 2 teasp. baking-powder, 3-4 tablesp. milk

topping: 750 gr rhubarb, 5 egg-whites, a pinch of salt, 200 gr sugar (or more, if you like it sweeter)

Beat butter with sugar, vanillasugar, salt and egg-yolks until soft. Add flour and baking-powder, alternate with milk. Spread the dough on a baking-tray. Cut the rhubarb into pieces, about 1-2 cm long. Beat the egg-whites with the salt until stiff, then add the sugar. Carefully mix the rhubarb-pieces with the beaten egg-whites and spread it evenly on the dough. Bake for appr. 35 mins. at 180°C.

Addition: As the rhubarb-season comes to an end soon, here’s a tip of a colleague of mine: Freeze in cut rhubarb-pieces for yummy cake later in the year!

I really like the acerbic taste of the rhubarb combined with the cakes’ sweetness and also the rhubarbs’ softness with the lightly crunchy crust. Hmmmh! And I like it as a sure sign of springtime. 

 

Dies ist das Rezept von meinem Lieblings-Rhabarberkuchen:

Teig: 175 gr Butter, 150 gr Zucker, 1 Pckg. Vanillezucker, 1 Prise Salz, 3 Eigelb, 250 gr Mehl, 2 Teel. Backpulver, 3-4 Essl. Milch

Belag: 750 gr Rhabarber, 5 Eiweiß, 1 Prise Salz, 200 gr Zucker (oder mehr, wer’s süßer mag)

Die Butter mit Zucker, Vanillezucker, Salz und dem Eigelb schaumig rühren. Das Mehl mit dem Backpulver abwechselnd mit der Milch hinzufügen. Auf einem Backblech verstreichen. Den Rhabarber in 1-2 cm lange Stücke schneiden. Das Eiweiß mit Salz zu einem schnittfesten Eischnee schlagen, dann den Zucker einrühren. Die Rhabarberstücke vorsichtig unterheben und die Masse gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Ca. 35 Minuten bei 180°C backen. 

Anmerkung: Da die Rhabarber-Saison bald zu Ende geht, hier ein Tipp einer Kollegin: Man kann die geschnittenen Rhabarberstückchen gut einfrieren, dann kann man ganzjährig Rhabarberkuchen genießen!

Ich mag daran besonders, wie sich die Säure des Rhabarbers mit der Süße des Kuchens verbindet, und die knusprige Baiserkruste über den weichen Rhabarberstücken. Hmmmmh! Und ich mag den Kuchen als sicheren Frühlingsboten. 

Martha-Stewart-Syndrom

Zur Zeit leide ich heftig unter dem, was ich das Martha-Stewart-Syndrom nenne, meine Männer nennen es ‘Steffi spinnt’. Allgemein bezeichnet es häuslichen Perfektionswahn. Es ist erblich. Es befällt mich in Schüben, meist jahreszeitlich bedingt oder durch Ereignisse  und Feiertage induziert. Auch erwarteter Besuch kann einen Schub auslösen. Besonders anfällig bin ich in Zeiten von a.) zuwenig oder b.) zuviel Stress.  ALLES davon trifft im Moment zu. Vor 25 Jahren noch beklagte ich mich bei meiner Mutter bitterlich über ihren Perfektionismus. Heute verstehen wir uns bestens. Es ist Frühling (auch wenn es gerade nach weißer Weihnacht aussieht), Zeit des Frühjahrsputzes, der guten Vorsätze und der tiefstehenden Sonne auf kerzenqualmverschmierten Fenstern. Ostern ist ein voll dekorfähiges Fest und zum Osterkaffee waren Großpapa Ebbi und Jessica da. Ich habe a.) Ferien und b.) einen größeren Dawanda-Auftrag. ALLES trifft zu. Und so begann ich mit dem Putzen der Westfenster. Und dann räumte ich die Küchenkommode leer und rückte sie ab, um das erste Mal nach dem Wanddurchbruch den Boden darunter zu wischen (dazu morgen mehr…). Damit der orange Lampenschirm der aus Bliestorf gebrachten Stehlampe eine Entsprechung hat, habe ich flugs noch mal ein paar Kissenbezüge genäht. Taschen für den Shop auch gleich noch. Draußen ein paar Primeln, Bellis und Hornveilchen eingepflanzt und danach Geschenke verpacken, Zweige verteilen und behängen und dem Backwahn fröhnen: Ingwer-Kekse, Blumentopf-Panettone, NoKneadBread und Karottenkuchen. Hier der Panettone: ssl21944.jpgund so sahen die Reste nach dem Osterkaffee aus: ssl21962.jpgZwischendurch noch die Bügelwäsche und die Kräuter-Senf-Marinade für’s Lamm erledigt.. Martha wäre stolz auf mich. Ich bin’s.  Habe ich doch von ihr gelernt wie man Spannbettlaken schrankfähig faltet… die wirklich wichtigen Dinge im Leben ;-) …aber ich sollte das Momentum eines solchen Schubes ausnutzen, denn es werden auch wieder andere Zeiten kommen… übermorgen vielleicht? At the moment I suffer from what I call the Martha-Stewart-Syndrome, my boys call it ‘Steffi’s mad’. It is the strive for domestic perfection. It is heritable. It comes in rushes, seasonal or induced by events and holidays. It can also be triggered by the expectation of visitors,  especially in times of a.) too little or b.) too much stress. ALL of it applies to me at the moment. 25 years ago I bitterly accused my mum of being an über-perfectionist, now we get on very well. It is spring (though it looks like the perfect White Christmas), time of springcleaning, New-Years-resolutions and a low sun on candlesmoke-darkened windows. Easter is a holiday to be celebrated and decorated and we expected visitors: grandpa Ebbi and Jessica. And I have a.) Easterholiday and b.) a bigger order for my shop. See, ALL applies. And so I started cleaning the windows facing west, then, for the first time since opening the kitchenwall,  I scrubbed the kitchen-floor under the cabinet, I sewed some pillow-cases matching the orange retro lampshade and some bags for the shop. Outside I planted some flowers, then I decorated inside and wrapped presents before I fell into full baking-mode: Ginger-cookies, Flowerpot-Panettone, NoKneadBread and Carrot Cake (see photos). In between some ironing done and the mustard-herb-marinade for the roasted lamb. Martha would have been proud of me. I am. Since she’s the one who taught me how to fold fitted sheets… the really important things in life ;-).. but I should use this momentum as long as it lasts, ’cause there will be other times… the day after tomorrow perhaps?